Letzte Aktualisierung:
21. Januar 2017

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*** Das Immenheim ***

Thüringer Ständerbeute mit Doppelboden und Futtertrog
Rähmchenmaß "Gerstung Hoch" 260 x 410 mm

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Bienenhaus Gerstung Trogbeute
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Das Bienenhaus

Die Fluglöcher in der 2. Etage befinden sich in ca. 4,50m Höhe über dem Erdboden.

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Der Umbau

Vor dem Bevölkern musste die obere Etage gedreht werden.
Die Fluglöcher zeigten in westliche Richtung, nun zeigen sie gen Osten.

Laut Studien ist die Ausrichtung der Fluglöcher unerheblich für die Volksentwicklung.
Unbestritten ist aber, dass bei westlicher Ausrichtung die Fluglöcher mehr dem Wetter (Regen) ausgesetzt sind, als beispielsweise in östlicher Ausrichtung.

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Die Flugfront

Dies sind die Fluglöcher mit Anflugkästen.

Im Winter wird der Deckel oben herunter geklappt, so daß der Schnee die Fluglöcher nicht verdeckt und die Luftzufuhr gewährleistet bleibt.

Auf weiteren Bildern sind verschiedene Fluglochadapter zu sehen.

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Das "Winkelnischen-Flugloch"

Blick von Außen in das Flugloch

Das hier angewendete W i n k e l n i s c h e n f l u g l o c h mit Einflugröhre wurde erstmals 1916 im Buch "Immenleben - Imkerlust" zur Anwendung auf die Lagerbeute publiziert.
"[...]Diese eigenartige Gestaltung, die bei Kaltbaustellung der Waben Behandlung wie beim Warmbau zu ermöglicht[...]" (Quelle: Ferdinand Gerstung "Immenleben-Imkerlust", Seite 52)
was noch besonders veranschaulicht wird: "[...]Die Öffnung für die Bienen befindet sich in der Seite der "Diele", die Waben stehen also im Kaltbau, obwohl sie der behandelnde Imker quer vor sich hat[...]" (Quelle: Ferdinand Gerstung "Immenleben-Imkerlust", Seite 53)

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Die obere Etage

mit 5 Beuten und einem Wabenschrank und
einem Regal mit Thüringer Luftballons

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Die Thüringer Ständerbeute

einige Details

Die hier vorliegende Beutenform ist eine Sonderform, die Gerstungs Ansichten aus dem Jahre 1905 entgegensteht, denn es ist zweifellos eine S t ä n d e r b e u t e, bei der die Waben im K a l t b a u angeordnet sind.

Im Buch "Der Bien und seine Zucht" aus dem Jahre 1905 äußerte sich Ferdinand Gerstung noch folgendermaßen:
"[...]Kaltbau und Lagerform und Warmbau und Ständerform gehören naturgemäß zusammen[...]" (Quelle: Ferdinand Gerstung "Der Bien und seine Zucht", Seite 141)
und auf den folgenden Seiten, wo er verschiedene Beutensysteme miteinander vergleicht, kommt er zu folgendem Urteil: "[...]bliebe immernoch der Fehler,[...],daß beide Ständerform mit Kaltbau verbinden[...]"(Quelle: Ferdinand Gerstung "Der Bien und seine Zucht", Seite 148)

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Blick in das Beuteninnere mit angehobenem Deckel
Die Rähmchen sitzen auf Metallschienen.
Das Innenflugloch (Der "Bienenaustritt") führt in den Unterboden Richtung Futtertrog (wenn er verwendet wird) und Richtung Flugloch und liegt brutnestnah.
Er erstreckt sich von der 3. bis zur 7. Wabe; also über 4 Wabengassen.

Besonderheit: Die Beute ist im Warmbau gestaltet, der "Bienenaustritt" erstreckt sich aber über 4 Wabengassen wie beim Kaltbau.
Dies ist für die Verteidigung der Bienen von großem Vorteil.

Im Deckel kann man die 2. Füttermöglichkeit erkennen. Das kreisrunde durch einen Stopfen verschlossene Loch wird zum Füttern von oben mittels Glasballon verwendet.

Ich füttere allerdings stets von unten mit dem Futtertrog.
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Der große Deckel mit dem Fütterungsloch wird in der Trachtzeit durch den Honigraum ersetzt, und dann ganz oben aufgelegt.

Der zweite, vordere, kleinere Deckel hat 2 Funktionen:

Ohne den Honigraum abnehmen zu müssen ermöglicht er den direkten Zugang von oben an Wabe Nr. 12-15 und er ermöglicht eine Art Hinterbehandlung, bei der die Waben auch nach oben entnommen werden können.

Es ist bei diesen Beuten also z.B. möglich, nach dem Frühjahrs-Einengen zuerst mit dem Honigraum zu erweitern und erst danach den Brutraum zu erweitern, ohne den Honigraum abnehmen zu müssen, wenn Brut und Volksstärke dies erfordern.

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Blick in eine der bewohnten Beuten

Hier ist auch der selbst gebaute Varroaschub zu erkennen.
Für diese Beuten ist soetwas ursprünglich nicht vorgesehen.

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Die Rähmchen

"Eigenbau"-Rähmchen mit Bauanleitung und allen Maßen

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Dies ist eines der hölzernen vertikalen Absperrgitter.
Es kann benutzt werden, um einen Honigraum auf Standmaß in gleicher Ebene, wie der Brutraum anzubieten, oder auch zur
Weiselzucht hinter Absperrgitter.
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Die untere Etage des Bienenhauses

Sie beherbergt einen Schrank, einen Schreibtisch und ist Lagerstatt für die Honigräume.
Die blauen Honigräume sind Nachbauten aus den 1960er Jahren ohne Isolierung.

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Im Schrank verwahrt: die Futtertröge. (hier kurz nach der Entnahme)
Der dunkle glänzende Teil ist das Stück, das zum Befüllen aus der Beute gezogen wird.
Die 2mm-Leisten im Futtertrog selbst sind im Bienenabstand angeordnet und verhindern ein Ertrinken.

Vorn im Bild ist die Aufstiegshilfe zu sehen.
Sie wird direkt neben dem Futtertrog eingeschoben und erleichtert den Immen den Aufstieg zum Futtertrog und in die Beute. Gleichzeitig dient sie als Verteidigungshilfe bei Räubereigefahr.